“Kupala” (2020) von Vladimir Yankovskiy
DOI:
https://doi.org/10.17892/app.2026.00022.442Schlagworte:
Yanka Kupala (Janka Kupala), Vladimir Yankovskiy (Uladzimir Jankoǔski), Belarus, Russisches Reich, Sowjetunion, Kupala, Nationalismus, Biopic, PoesieAbstract
Diese Rezension untersucht Kupala (Vladimir Yankovskiy [Uladzimir Jankoŭski], 2020, Belarus), ein staatlich finanziertes Belarusfilm-Biopic über den Nationaldichter Yanka Kupala (1882–1942), das im Kontext der Repressionen nach den Protesten von 2020 gegen Aljaksandr Lukaschenka faktisch ins Regal gestellt wurde. Sie argumentiert, dass der Film dem Publikum zwar die frühe belarusische Nationalbewegung und ihre literarische Tradition näherbringt, die Beschränkung Kupalas auf die Zeit vor 1915 und die Reduktion seiner sowjetischen Laufbahn auf eine einzige Episode politischen Zwangs jedoch die Mythen um den Dichter eher bekräftigen, als sie historischer Prüfung zu unterziehen.
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